5 mächtige Schritte, um deine Emotionen zu steuern

12 May 2017

Im Laufe unserer Entwicklung haben wir große Schritte gemacht, die uns ermöglicht haben, mit der Zeit den tierischen Anteil in uns zu meistern und zu überwinden, dessen Reaktionen auf Angst und der Notwendigkeit des Überlebens begründet sind. Wir haben uns zu einer dominanten Spezies hin entwickelt, die sich ihrer selbst bewusst ist, und fähig, eine komplexe und hochentwickelte Welt zu erschaffen – sowohl auf der sichtbaren als auch auf der begriffliche Ebene.

Ja, man könnte sagen, wir haben große Schritte gemacht und trotzdem fehlt uns einiges um uns weiter zu entwickeln!


Dieser Artikel handelt von einem dieser großen Schritte, welche wir gegenwärtig beginnen und bereits auch machen: Die Entwicklung der emotionalen Intelligenz.

 

 

 

Wie wurden wir konditioniert?

 

Wie oft hat man uns gezwungen, unsere Emotionen vor anderen zu verbergen? Inwieweit trauen wir uns, Traurigkeit und Verletzlichkeit zu zeigen – vor unserem Partner, unserer Familie, unserer Freunde, unseren Studien- oder Arbeitskollegen? Wir sind es so gewohnt, uns entsprechend den „guten Normen“ unserer Gesellschaft zu verhalten, ohne zu bemerken, dass wir dem rationalen Verstand eine Vorherrschaft einräumen. Dabei verbannen wir Emotionen auf eine zweite Ebene und verursachen damit eine kollektive Unterdrückung – und leben dies, als wäre es etwas ganz normales. Sollten uns aber einmal Emotionen „auskommen“, fühlen wir uns beschämt und haben das Bedürfnis uns zu entschuldigen.

 

Emotionen auszudrücken ist gesund, aber dies bezieht sich nur darauf „sie heraus zu lassen“, weil es eine Erleichterung ist, aber das ist keine stimmige Lösung.

Es wäre in etwa so, seinen Müll einfach nur auf die Straße zu werfen, ohne dass es uns interessiert, ob wir damit den Eingang des Nachbarn überhäufen, den Verkehr blockieren oder die Umwelt verschmutzen.

 

Was ist „emotionale Intelligenz?

 

Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, unsere Emotionen in einer ausgereiften und „umweltverträglichen“ Art zu lenken, kanalisieren und damit um zuzugehen, und zwar so, dass wir es vermeiden, sie zu schlucken, sie zu verstecken oder

sie innerlich aufzustauen. Diese Befähigung hilft uns, unser „inneres Glas“ leer

zu halten, um nicht gleich zu explodieren, falls „der Tropfen fällt, der alles zum Überlaufen bringt“. Es ist eine Art von Intelligenz, die uns unterstützt, unser inneres Potenzial maximal zu nutzen, um unsere Energie nicht sinnlos verpuffen

zu lassen.

 

„Leiten“ und „Kontrollieren“ ist nicht das gleiche

 

Wir wissen, dass es unvermeidbar ist, Emotionen zu fühlen... Das liegt nicht in unseren Händen! Die Emotion sprudelt heraus, ohne um Erlaubnis zu fragen – und sie macht es lange vorher, bevor sie unser Verstand bewusst wahrnehmen kann. So bleibt uns nur, dies so zu akzeptieren. Eine Gefühlsreaktion zu lenken ist eine innere Arbeit, welche man in dem Moment machen muss, indem die Emotion hochkommt. Denn dann haben wir die Möglichkeit, mit unserem eigenen Willen zu handeln und zu entscheiden – und nicht den automatischen Impulsen des limbischen Systems unseres Gehirns ausgeliefert zu sein.

 

 

Der erste Schritt: Anerkennen, wie wichtig Emotionen sind


Als erstes sollte man sich bewusst machen, dass Emotionen etwas total natürliches und wichtiges sind. Sie sind NICHT DAS PROBLEM. Das Problem ist unsere Art sie zu lenken und auszudrücken. Emotionen sind für uns hochgradig lebenswichtig, da sie direkt unsere Körperreaktionen beinflussen – unsere Gedanken, unsere Worte, unseren nonverbalen Ausdruck und unser Verhalten.

 

 

 

 

Ob uns das gefällt oder nicht – sie beeinflussen ALLES. Wenn wir unfähig sind unsere Emotionen zu lenken, dann sind wir auch gleichermaßen unfähig, einen wesentlichen und höchst bedeutsamen Teil unseres Seins zu steuern.Unser rationaler Verstand vermag Vorstellungen für die Zukunft entwickeln, aber der Motor dahinter, welcher uns bewegt, ist die Emotion. Der beste Gedanke der Welt kann sich nicht verwirklichen, wenn er nicht vom richtigen Gefühl begleitet wird.

 

Deshalb sollte man sich vor den Emotionen nicht fürchten – sondern sie zu unseren Verbündeten machen. Herz und Verstand vereint ist wie ein unbesiegbares Team. Aber wenn sie in verschiedene Richtungen ziehen, boykottieren sie sich unaufhörlich.

 

 

Die 5-Schritte Technik um seine emotionalen Reaktionen zu steuern

 

1. Bewusstes Akzeptieren

 

Als ersten Schritt gilt es, die Emotion genau in dem Moment zu akzeptieren,

in welchem wir bemerken, dass sie entsteht. Sie zu akzeptieren bedeutet, dass

wir uns weder schuldig fühlen sie zu spüren, noch dass wir sie wie einen Feind bekämpfen. Beim Akzeptieren der Emotion verändern wir ihr gegenüber unser mentale Einstellung. Wir müssen uns mit der Emotion verbrüdern und „zusammenarbeiten“, um die Situation zu lösen. Dabei ist der Trick die Emotion

zu „begrüßen“, wenn sie aufkommt: „Hallo (Emotion), ich kenne dich, ich akzeptiere dich, ich grüße dich.“ Indem wir das tun, erkennen wir den wirklichen Sinn der Emotionen: Sie helfen uns (auch wenn sie manchmal nicht Recht haben). Falls wir es nicht schaffen, sie zu akzeptieren, können wir den nächsten Schritt nicht machen.

 

2. Bewusste „Bändigung“

 

Der zweite Schritt ist, sofort den instinktiven Impuls der Emotion zu zügeln.

Das bedeutet, es gilt zu vermeiden, dass unser Verstand, Körper und unsere Kommunikation automatisch von der Emotion getrieben und beherrscht wird. Damit ist nicht gemeint, dass man Emotionen vermeiden sollte, sondern deren Folge-Reaktion, wie beispielsweise vor Wut zu schreien. Dieser Schritt ermöglicht uns eine „Zeit der Bewusstwerdung“, welche notwendig ist, um den Neocortex oder rationalen Verstand zu aktivieren. Es geht einfach um nichts tun.

 

3. Bewusste Atmung

 

Der dritte Schritt ist, bewusst zu atmen, um unser Nervensystem zu beruhigen

und den instinktiven Impuls der Emotion zu entkräften. 5 – 10 lange und tiefe Atemzüge aus dem Bauch (nicht aus der Lunge) sollten ausreichen, um das richtige Befinden und Raum für den nächsten Schritt zu ermöglichen.

 

 

 

4. Bewusste Nicht-Identifikation

 

Dies ist der wichtigste Schritt, aber wir können ihn nicht ausführen, wenn wir die vorangegangenen nicht geschafft haben. Es handelt sich dabei um das nicht-identifizieren mit der Emotion und dem sich „aufspalten“ in zwei verschiedene Wirklichkeiten: die Emotion auf der einen Seite und uns selbst auf der anderen Seite. So können wir die Emotion von außen beobachten damit es gelingt, sie mit dem nötigen Abstand zu steuern. Das ist eine Technik, die einfach erscheint, aber richtig wirkungsvoll wird das „Nicht-Identifizieren“ auf folgende Weise: wenn wir uns die Emotion „sitzend auf einem Stuhl“ vorstellen, man mit ihr spricht und Fragen stellt: „Was hat dich ausgelöst? Was ist dein Ziel? Wie möchtest du mir helfen? Was brauchst du um dich zu beruhigen?

 

Dieses innere Gespräch wird es uns ermöglichen, die richtige Art zu finden,

jede Emotion zu steuern weil sie selbst uns den richtigen Weg zeigen wird. Nach diesem inneren Dialog wird sich die Emotion zwangsläufig verändern. Sie wird sich „gehört und verstanden“ fühlen, wird ihren Sinn und Absicht mitteilen und erfüllt sein mit ihrer Mission uns zu helfen. Mit dem Wissen beachtet zu sein, vermag sie sich aufzulösen, weil ihre Botschaft schon Wirkung zeigt, und sie wird keine Scherben verursachen, sondern sich einfach auflösen. Eine Emotion hat ihre Gründe, warum sie entsteht – braucht aber auch einen Grund, um sich wieder zu beruhigen. Wenn wir mit der „Emotion auf dem Stuhl“ sprechen, wird sie davon ablassen der Herr und Meister unseres Verhaltens zu sein und sich in unseren Verbündeten verwandeln.

 

5. Bewusste Entscheidung

 

Der fünfte und letzte Schritt besteht darin, eine willentlich gesteuerte Entscheidung zu treffen. Nach dem internen Dialog wird unser Verhalten nicht mehr die Folge einer instinktiven emotionalen Reaktion sein, sondern das Resultat eines bewusst reflektierten Gedankengangs. So lösen wir die Situation in zielgerichteter und zufriedenstellender Weise für beide – sowohl für die Emotion als auch für uns selbst.

 

„Übung macht den Meister“

 

Das Anwenden der 5 Schritte-Technik kann einige Minuten dauern oder aber

auch nur wenige Sekunden – abhängig von der jeweiligen Situation und unserem Training. Je mehr wir üben, desto weniger Zeit brauchen wir, um jegliche Emotion in jeder Situation zu meistern.

 

Diese Methode ist sehr effektiv, denn sie kombiniert Techniken der Neuro-Linguistischen Programmierung (NLP), der Mentalen Visualisierung und des Coachings. 

 

Das nächste Mal, wenn du das Gefühl hast, dass dich deine Emotionen beherrschen oder überkommen –ohne dass du Kontrolle darüber hast – probiere es aus und schau ob es funktioniert.
 

 

 

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